Corona - Verlauf und Meldekette

Verhaltenstipps

Das neuartige Coronavirus mit dem offiziellen Namen “SARS-CoV-2“ wird von Mensch zu Mensch übertragen und kann eine Atemwegserkrankung auslösen, die als “COVID-19” bezeichnet wird. Krankheitszeichen sind Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei einem Teil der Patienten scheint das Virus mit einem schwereren Verlauf einherzugehen und zu Atemproblemen und Lungenentzündung zu führen. Todesfälle traten allerdings bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder bereits zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten.

Nicht alle Erkrankungen nach Infektion mit dem neuartigen Coronavirus verlaufen schwer. Bei den in Deutschland bekannt gewordenen Fällen standen bisher meist Erkältungssymptome im Vordergrund.

Verhalten nach Kontakt mit infizierten Personen
Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich auch ohne Symptome unverzüglich an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden (Am Vogelsang 1, 79312 Emmendingen, Telefon: 07641 451-4300). Menschen, die sich in Risikogebieten oder betroffenen Regionen aufgehalten haben und Symptome zeigen, sollten unnötige Kontakte vermeiden und sich zunächst telefonisch mit dem Hinweis auf die Reise an ihren Hausarzt wenden.

Verhaltenstipps, um sich vor dem Coronavirus zu schützen
Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützt das Einhalten von Hygieneregeln vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus und hilft, die rasche Verbreitung der Infektionskrankheit in der Bevölkerung zu verringern. Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten. Dazu zählen:

  • Händeschütteln vermeiden
  • Anhusten und Anniesen vermeiden
  • Berührung von Augen, Nase oder Mund vermeiden
  • zum Naseputzen nur Einmal-Taschentücher verwenden und sie sicher im Mülleimer entsorgen
  • Räume häufig und intensiv lüften
  • Hände gründlich waschen -  vor der Nahrungsaufnahme, nach Berührungskontakten und nach WC-Benutzung
  • Hände desinfizieren nach Berührungskontakt mit Grippekranken

Quelle:  Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Hier finden sich auch weitere Verhaltensregeln und aktuelle Informationen zum Thema.

Telefon-Hotline
Für alle Fragen zum Coronavirus hat das Landesgesundheitsamt eine Telefon-Hotline für Rat suchende Bürgerinnen und Bürger eingerichtet: 0711/9043 9555.

Verlauf und Meldekette

Bei Corona-Verdacht immer erst telefonisch Kontakt aufnehmen - Notfallpraxis am Wochenende

Der erste Kontakt bei einer Befürchtung oder Unsicherheit, sich mit dem Corona-Virus infiziert zu haben, soll immer über die Hausärztin bzw. Hausarzt laufen.Er ist erste Ansprechstelle. Patienten sollten jedoch nicht in die Praxis gehen, sondern immer erst den Hausarzt anrufen und im Gespräch das weitere Vorgehen abklären.

Ab Freitagabend und über das Wochenende übernimmt die kassenärztliche Notfallpraxis diese Aufgabe. Sie ist beim Kreiskrankenhaus Emmendingen eingerichtet. Sie ist am Freitag von 16:00 bis 22:00 Uhr und am Samstag und Sonntag jeweils von 8:00 bis 22:00 Uhr im Dienst. Patienten mit Corona-Verdacht sollten die Praxis aber nicht direkt aufsuchen, sondern vorher erst telefonischen Kontakt über die zentrale Nummer 116 117 (ohne Vorwahl) aufnehmen. Das Gespräch geht bei der Integrierten Leitstelle in Emmendingen ein, die die weitere Information übernimmt.

Aufnahme im Kreiskrankenhaus Emmendingen
Erst bei einem begründeten Verdacht oder einer bestätigten Corona-Infektion können Patienten im Kreiskrankenhaus Emmendingen aufgenommen werden. Das Personal des Kreiskrankenhauses Emmendingen ist im Umgang mit dem Corona-Virus geschult und wird laufend über die aktuelle Entwicklung informiert. Das Personal im Gesundheitsamt und in der Verwaltung wurde verstärkt, das Kreiskrankenhaus ist mit Isolierbetten auf mögliche stationäre Aufenthalte von Coronapatienten eingerichtet und im Landkreis Emmendingen wird eine zentrale Annahmestelle eingerichtet, in denen die Abstriche als Nachweis einer Coronainfektion vorgenommen werden.

Derzeit Grippewelle im Landkreis Emmendingen
Auch wenn die Symptome für Laien oftmals ähnlich empfunden werden können, sollte Corona nicht mit Influenza verwechselt werden. Nur bei einem Aufenthalt in einem Risikogebiet oder Kontakt mit nachweislich erkrankten Personen besteht möglicherweise ein Verdacht auf eine Ansteckung mit dem Corona-Erreger. Eine laufend aktualisierte Übersicht über die derzeit bekannten Risikogebiete sind auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts veröffentlicht, der entsprechende Link ist auf der Internetseite des Landratsamtes Emmendingen unter www.landkreis-emmendingen.de veröffentlicht.

Seit Anfang Februar nehmen die laborbestätigten Grippefälle im Landkreis Emmendingen deutlich zu. Seit Beginn der Grippe-Saison im Oktober bis Ende Februar sind 411 Fälle registriert, das sind rund 200 mehr als Vergleichszeitraum des Vorjahres. Aufgrund der gerade zu Ende gegangen Fastnachtszeit ist mit einem weiteren Anstieg von Influenza-Fällen zu rechnen.

Kindergärten und Schulen
Alle Informationen zur Schließung der Schulen und Kindertageseinrichtungen finden Sie HIER!

Das Kultusministerium hat alle öffentlichen und privaten Schulen und alle Kindergärten und Kindergartenträger in Baden-Württemberg entsprechend informiert. Weitere Infos für Schulen und Kindergärten stehen auf der Startseite von km-bw.de.

Veranstaltungen der Gemeinde sowie private Veranstaltungen
Darüber hinaus hat das Land beschlossen, ab sofort alle privaten und öffentlichen Veranstaltungen ab einer Teilnehmerzahl von 100 Personen zu verbieten. Die südbadischen Landkreise, Städte und Gemeinden haben sich darüber hinaus darauf geeinigt, bereits private und öffentliche Veranstaltungen ab einer Teilnehmerzahl von 50 Personen zu untersagen. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 19.04.2020. Es sei darauf hingewiesen, dass unter eine private Veranstaltung aus Familienfeiern wie Kommunion, Konfirmation, Geburtstage, Hochzeitsjubiläen, u.ä. fallen.

Den politisch Verantwortlichen ist bewusst, dass diese Maßnahmen starke Beeinträchtigungen des öffentlichen und privaten Lebens mit sich bringen. Sie sind aber aktuell das einzige probate Mittel, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen!